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Rescue me – Festival Treatments Part 2: Alkohol. Saufen bis der Arzt kommt.

Saufen bis der Arzt wirklich kommen sollte: Teil 2 unserer Serie „Rescue me – Festival Treatments“  widmen wir dem Thema Alkohol. Flunkyball, Trichtersaufen oder andere Trinkspiele dürfen bei keinem Festival fehlen. Bis wann ihr eure Freunde ruhigen Gewissens beim Trichtern anfeuern und ab wann es gefährlich wird, erfahrt ihr in unserem Alkohol-Ratgeber.

Im ersten Teil von Rescue Me – Festival Treatments, haben wir das Thema Drogen ins ärztliche Visier genommen. Drogen auf Festivals ist wie Tomate Mozzarella. Alles kann, nichts muss. Dem einen bekommt es und dem anderen fehlte es schon immer an Appetit. Anders ist es beim Thema Alkohol. Ich kann die Menschen um mich herum an einer Hand abzählen, die über 18 sind und in ihrem Leben noch nie Alkohol konsumiert haben. Beim Thema Drogen brauche ich mindestens zwei Hände.

Wir haben für euch, zusammen mit der „My Molo“-Leibärztin, die verschiedenen Stadien der Sauferei durchleuchtet, das perfekte Katerfrühstück kreiert und verraten euch den Geheimtipp gegen eine  Alkoholfahne. 

Die vier Stadien der Sauferei

Erstes Stadium – Exzitation – zwischen 0,2 und 2,0 Promille

Dieses Stadium kennen wir alle. Uns überkommt ein wohlig warmes Gefühl, die gute Freundin unseres Kumpels ist doch gar nicht so scheiße, wir werden getragen von Euphorie, fangen leicht an zu lallen aber können die ersten Ausfallschritte noch mit einer gekonnten Drehung ausgleichen.

Kein Handlungsbedarf.

Hilft auf keinen Fall: Konterbier.

Zweites Stadium – Hypnose –  2,0 und 2,5 Promille)

Dieses Stadium erreichen die meisten  von uns regelmäßig. Aus dem niedlichen Lallen wird notorischer Sprachverlust, gepaart mit Koordinationsstörungen.  Entweder sind wir mittlerweile so schläfrig, dass wir auf dem Schoß der guten Freundin unseres Kumpels eingeschlafen sind oder, nach einem kurzen aber heftigen Wutausbruch, ihr vor die Schuhe gekotzt haben.

Handlungsbedarf! Wenn deine Freunde zu schläfrig werden, dann solltest du sie überwachen. Frauen mit hohen Schuhen haben eine erhöhte Sturzgefahr.

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Drittes Stadium – Narkose – 2,5 und 4,0 Promille

Dieses Stadium haben wir im besten Fall noch nie erreicht. Ab hier heißt es nicht nur „Mein Kumpel hatte ne gute Freundin dabei?“. Ab hier sind wir entweder im Schockzustand oder schon Bewusstlos.

Handlungsbedarf! Ab diesem Punkt heißt es: Rettungswagen rufen und die Saufmaus in die stabile Seitenlage (https://www.drk.de/start/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/der-kleine-lebensretter/stabile-seitenlage/) bringen, denn die Schutzreflexe sind nur noch partiell in Takt. Bitte permanent die Atmung überwachen, denn Stadium Nummer vier klopft schon an die Vordertür.

Viertes Stadium – Asphyxie –  über 4,0 Promille

Freunde, dieses Stadium haben wir zum Glück noch nie erlebt. Dann wären Koma oder Schockzustand → Kreislaufversagen → Tod / Unregelmäßige Spontanatmung → Atemstillstand → Tod / Hypothermie → Tod.

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Für jeden gelten andere Promille Richtlinien.  Neben Faktoren, wie Körpergewicht und genetischer Disposition, spielt auch die Alkoholgewöhnung des Konsumentens eine Rolle. So tritt bei einigen Menschen bei 3 Promille der Tod ein, während andere 6 Promille überleben. Allgemein gilt, sobald dein Kumpel durch Schmerzreiz, wie schütteln (gilt bei allen Drogen) keine Reaktion mehr zeigt, muss ein Arzt gerufen werden. Auch wenn dein Kumpel anfängt, auf Alkohol zu halluzinieren egal ob er noch gerade laufen kann, sollte ein Arzt gerufen werden (tritt eher bei Alkoholikern auf).  Seid euch bewusst, dass ein Nicht-Handeln unterlassene Hilfeleistung bedeutet und strafbar ist!

 

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