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11 Festival-Typen, die dich garantiert zur Weißglut bringen.

Vom Campingplatzhirsch bis zum Bierburgenbauer: Wenn der Campingplatz zur Pimmelparade wird und mit jedem Bier der Oberarm wächst, ist Festival-Zeit. Hier findest du 11 Festival-Typen, die dich garantiert schon mal zur Weißglut gebracht haben.

Festival-Typ Nr. 1 – der Campingplatzhirsch

Du überlässt nix dem Zufall, dein Festival-Aufenthalt ist das Ergebnis wochenlanger Vorbereitung. Nachdem du deine unübersehbare Fahne gehisst hast, wird das logistisch aufwändig angekarrte Party-Equipment in Stellung gebracht: Couch, Bierpong-Tisch, Musikanlage, Bar inkl. Zapfhahn – du hast wirklich an alles gedacht.

Festival-Typ Nr. 2 – der Bierburgenbauer

Dosenbier ist dein Statussymbol. Mit jedem Bier wächst nicht nur dein Oberarm, sondern auch deine Bierburg. Jede Pilsette, die gekillt wird, wird feierlich am Pavillon befestigt, dein Campingplatz im Minutentakt zur Bierdosenfestung ausgebaut – wehe der mit Gaffaband mühsam zusammengeklebte Biervorrat neigt sich dem Ende.

Festival-Typ Nr. 3 – der Trichtersäufer

Wer etwas auf sich hält, säuft standesgemäß aus dem Trichter: Du zelebrierst – öffentlichkeitswirksam und vom dumpfem Gegröhl deiner Kumpels begleitet – dein Komabesäufnis. Wer stinknormal an seiner Bierdose nippelt, den strafst du mit Verachtung – zumindest bis zum darauffolgenden Tag, den du zusammengekauert in der Fötusstellung ausharrend im Zelt verbringst. Den letzten Wodka-Lemon-Mix hättest du wohl doch lieber nicht exen sollen.

Festival-Typ Nr. 4 – der „Früher war alles besser“-Nörgler

Wenn du anfängst in Erinnerungen zu schwelgen, könnte man meinen, du hättest seit Woodstock jedes Festival abgerissen. Heute (gefühlte 50 Jahre später) sind Festivals für dich Kommerz, der Bierpreis Abzocke und Luxus-Camping (Neudeutsch Glamping) der Beweis, dass die Jugend von heute völlig verweichlicht ist. Du laberst jedem – gern auch ungefragt – deine Argumente für den Verfall der Festival-Kultur an die Backe. Erst wenn auch der letzte „Jungspund“ bekehrt ist und genervt nickend Zustimmung signalisiert, kannst du dich zufrieden zurückziehen – in deinen Wohnwagen.

Festival-Typ Nr. 5 – der Wegelagerer

Du hast deine Kohle zuhause „vergessen“ und schlauchst dich von Zelt zu Zelt. Hier ein Kippchen, dort ein Bierchen – ein Festival ganz nach deinem Geschmack. Das man mit Luft und Liebe aber nicht überall weiter kommt, merkst du spätestens, wenn sich die Vorräte der Anderen zum Ende neigen oder du zum dritten Mal am gleichen Zelt auf dem Schlauch stehst.

Festival-Typ Nr. 6 – der After-Partyhengst

Selbst wenn sich die letzte Campingplatz-Party dem Ende neigt, hast du noch nicht genug. Statt zum Pennen ins Zelt zu straucheln, suchst du den ganzen Zeltplatz nach partywütigen Frühaufstehern ab, um noch einen „letzten Absacker“ zu nehmen.

Festival-Typ Nr. 7 – der Festival-Prophet

Du kennst nicht nur jede Sicherheitskraft beim Vornamen, sondern hast dir auch schon im Backstage einen Namen gemacht. Auf dem Weg vom Campingplatz zum Festival-Gelände schüttelst du gefühlt 500 Hände („Hallo Uwe, du auch wieder hier?“). Aus Erfahrung – gut sichtbar zur Schau getragen durch die 500 Festival-Bändchen an deinem Arm-  weißt du ganz genau, wo die Sicht und der Sound am besten sind. Deine Festival-Geschichten behälst du nur ungern für dich – sehr zum Leidwesen der Nachbarn, denen du ungefragt deine „total verrückten“ Festival-Geschichten auf’s Frühstücksbrot schmierst.

Festival-Typ Nr. 8 – der Pogotänzer

Deine Mission ist es, die Tanzfläche richtig aufzumischen. Wenn du nicht mit mindestens 20 blauen Flecken nachhause fährst, war das Festival Murks. Auch wenn grad chilliger Reggae gespielt wird, pogen kann man immer. Blöd, wenn das nicht jeder in deiner Umgebung so sieht – immerhin, die blauen Flecken sind schon mal safe.

Festival-Typ Nr. 9 – der Verwahrloste

Festival bedeutet für dich, deinen Körper zurück in die Steinzeit zu katapultieren. Duschen, Zähneputzen und normale Nahrungsaufnahme – für dich beim Festival kein Thema. Nach 4 Nächten Schlafen unter freiem Himmel, maximaler Körperverwesung und Kriechgang brauchst du danach erstmal ’ne Wiedereingliederungsmaßnahme.

Festival-Typ Nr. 10 – der Schlagerkönig

„Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen Sonnenschein“, dröhnt es pünktlich um 7.00 Uhr aus deiner Box. Den Campingplatz mit deiner penibel zu jeder Tageszeit zusammengeschnittenen Schlagerhitparade zu beschallen, ist für dich Ehrensache. Irgendjemand muss ja schließlich für Stimmung sorgen – genau das richtige für Brummschädel und Kater.Der erste Nachbarschaftszoff – check.

Festival-Typ Nr. 11 – die Schlamm-Schleuder

Die Sonne scheint. Der Boden ist furztrocken. Aber ohne eine Schlammpackung verlässt du das Festival auf keinen Fall. 50l Wasser und eine kleine Unebenheit reichen und das Schlammbad ist angerichtet. Motiviert bis in die Haarspitzen stürzt du dich in die Fluten und machst den obligatorischen Bauchklatscher. Die Umarmung von völlig Unbeteiligten ist für dich natürlich Ehrensache.

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